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28. März 2025Zweitwohnsitz Portugal Steuer: Vorteile, Kosten und wichtige Fakten
Portugal wird als Ziel für einen Zweitwohnsitz immer beliebter – nicht nur wegen seiner atemberaubenden Küstenlandschaften und historischen Städte, sondern auch aufgrund der Vorteile bei der Steuer, die das Land bietet. Besonders für Personen, die einen Wohnsitz im Ausland suchen, kombiniert Portugal hohe Lebensqualität mit attraktiven finanziellen Anreizen. Wir klären, warum Portugal so begehrt ist und welche steuerlichen Regelungen speziell für Zweitwohnsitze gelten.
Warum ist Portugal als Zweitwohnsitz beliebt?
Portugal hat sich mittlerweile als waschechter Favorit für Ausländer etabliert, die einen Zweitwohnsitz suchen. Die Gründe reichen von der angenehmen Lebensweise bis hin zu den finanziellen Vorteilen, die das Land bietet – doch was macht Portugal im Detail so attraktiv?
Lebensqualität
Die portugiesische Gastfreundschaft, die Sicherheit des Landes und die entspannte Lebensweise ziehen Menschen aus aller Welt an. Städte wie Lissabon oder Porto kombinieren modernes Leben mit historischem Charme, während ländliche Regionen und Küstenorte wie die Algarve ideale Rückzugsorte vom stressigen Alltag darstellen.
Auch für Familien ist Portugal ein beliebter Wohnsitz: Ein hochwertiges Gesundheitssystem, ein solides Bildungsangebot und eine hohe Lebenszufriedenheit sprechen für das Land. Wer sich in Portugal niederlässt, profitiert zudem von einer ausgezeichneten Infrastruktur und einem breiten Freizeitangebot – von Surfen bis Golf. Das macht Portugal zu einem idealen Standort, um sich nicht nur kurzzeitig, sondern auch langfristig niederzulassen.
Klima
Ein weiterer Faktor, der Portugal so attraktiv macht, ist das angenehme Klima. Mit über 300 Sonnentagen pro Jahr gehört Portugal zu den sonnigsten Ländern Europas – und ist damit für viele mit gutem Grund ein verlockendes Ziel. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über mild, was das Land besonders für Menschen im Ruhestand oder für Personen, die dem kalten mitteleuropäischen Winter entfliehen möchten, interessant macht.
An der Algarve locken warme Sommer und milde Winter, während in Regionen wie Porto oder Lissabon das atlantische Klima eine angenehme Balance zwischen Sonne und Regen bietet. Die klimatischen Bedingungen sind zudem ideal für Aktivitäten im Freien, sei es Wandern, Radfahren oder Wassersport.
Lebenshaltungskosten
Anders als bei einem Zweitwohnsitz in Spanien oder Frankreich sowie dem Leben in Deutschland punktet Portugal mit vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten. Lebensmittel, Dienstleistungen und selbst Immobilienpreise sind in vielen Regionen erschwinglicher. Dies macht das Land besonders für Menschen interessant, die mit begrenztem Budget einen hohen Lebensstandard genießen möchten.
Auch steuerliche Vorteile tragen dazu bei, dass Portugal wirtschaftlich attraktiv bleibt. Ausländer, die einen Zweitwohnsitz haben, profitieren häufig von moderaten Steuersätzen auf Einkünfte und einer verhältnismäßig günstigen Grundsteuer. Hinzu kommt: Die besondere Besteuerung macht Portugal ebenso als Firmensitz attraktiv für viele Unternehmen. Mit der richtigen finanziellen Planung lassen sich die Kosten zusätzlich optimieren.
Steuerliche Vorteile
Was hat es genau mit diesen Besteuerungsregeln auf sich? Portugal bietet durch sein Non-Habitual-Resident-Programm (NHR) steuerliche Vorteile für bestimmte Personengruppen. Zwar wurde diese Regelung derzeit für neue Anträge eingestellt – aber bestehende NHR-Status-Inhaber können weiterhin von den günstigen Steuersätzen profitieren. Die NHR-Regelung ermöglicht für 10 Jahre eine reduzierte Steuerlast auf Auslandseinkünfte und bestimmte Renten.
Zudem bleibt die kommunale Grundsteuer (IMI) in Portugal in den meisten Fällen moderat, was für Zweitwohnsitze entscheidend ist. Für Personen, die in eine Immobilie in Portugal investieren möchten, ist das eine gute Nachricht. Auch für diejenigen, die mit dem Umzug nach Portugal langfristige Pläne verfolgen, bietet die moderate Besteuerung zusätzliche Planungssicherheit.
Gibt es eine Doppelbesteuerung?
Portugal hat mit vielen Ländern, darunter Deutschland, Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen. Das bedeutet, dass Einkünfte entweder im Herkunftsland oder in Portugal versteuert werden – nicht jedoch doppelt. Dies ist besonders vorteilhaft für Personen mit Auslandseinkünften oder Renten, da klar geregelt wird, welches Land besteuern darf. Für Investoren und potenzielle Einwohner, die mit dem Gedanken spielen, den Non-Dom-Status in einem anderen Land wie Malta zu nutzen, bleibt Portugal also eine mindestens ebenso attraktive Alternative für steuerliche Vorteile.
Pflichten für Zweitwohnsitzinhaber
Ein Zweitwohnsitz in Portugal bringt nicht nur Vorteile, sondern auch einige Verpflichtungen mit sich, die zukünftige Eigentümer beachten sollten. Neben steuerlichen Aspekten gibt es insbesondere Meldepflichten und Anforderungen an die korrekte Versteuerung von Einnahmen. Diese Pflichten sind für alle Personen, die einen Zweitwohnsitz besitzen, relevant, unabhängig davon, ob sie in Portugal ansässig sind oder ihren Hauptwohnsitz in einem anderen Land wie Deutschland haben. Wer diese Pflichten ignoriert, riskiert empfindliche Strafen und bürokratische Hürden.
Meldepflichten in Portugal und Deutschland
Wer in Portugal einen Zweitwohnsitz besitzt, unterliegt spezifischen Meldepflichten. Dazu zählt zunächst die Registrierung der Immobilie beim portugiesischen Finanzamt, um die Grundsteuer (IMI) korrekt zu entrichten. Auch Ausländer, die in Portugal keine Einkünfte erzielen, müssen sicherstellen, dass sie die Steuern, die auf ihre Immobilie erhoben werden, pünktlich zahlen.
In Deutschland gilt: Ein Zweitwohnsitz in Portugal muss ebenfalls gemeldet werden, da Einkünfte aus dem Ausland in der deutschen Steuererklärung anzugeben sind. Dank des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und Portugal werden Steuern jedoch nur in einem der beiden Länder erhoben – je nach Art der Einnahmen. Das erleichtert es, steuerliche Konflikte zu vermeiden, erfordert jedoch genaue Dokumentation und transparente Kommunikation mit den Steuerbehörden beider Länder.
Welche Einnahmen müssen in Portugal versteuert werden?
In Portugal müssen Einnahmen aus der Vermietung einer Zweitimmobilie, Kapitalerträge oder der Verkaufserlös einer Immobilie versteuert werden. Für nicht ansässige Personen gilt dabei ein pauschaler Steuersatz von 28 % auf Mieteinnahmen. Ebenso fallen beim Verkauf Kapitalertragssteuern an, die bei 50 % des Gewinns berechnet werden.
Diese steuerlichen Verpflichtungen gelten auch für ausländische Zweitwohnsitzinhaber. Wem diese Verpflichtungen Sorgen bereiten, sollte für die notwendige Beratung einen Experten einbinden, um steuerliche Risiken zu reduzieren. Er unterstützt Eigentümer dabei, ihre Pflichten im Zusammenhang mit Zweitwohnsitzen in Portugal zu verstehen und alle notwendigen Schritte fristgerecht zu erledigen.
Non-Habitual Residency (NHR)
Das Non-Habitual-Resident-Programm (NHR) war lange Zeit ein attraktives Steuerinstrument in Portugal. Es ermöglichte internationalen Fachkräften und Rentnern, von erheblichen steuerlichen Vorteilen zu profitieren. Auch wenn das NHR-Programm 2024 für neue Anträge eingestellt wurde, können bestehende Teilnehmer weiterhin die Vorteile nutzen. Was steckt hinter diesem Programm, und was sollten interessierte Käufer wissen?
Was ist das NHR-Programm?
Das NHR-Programm wurde 2009 eingeführt, um hochqualifizierte Arbeitskräfte und Rentner nach Portugal zu ziehen. Es bot für einen Zeitraum von 10 Jahren eine reduzierte Besteuerung von Auslandseinkünften, Renten und Einkünften aus spezifischen Berufen, wie etwa in den Bereichen IT, Wissenschaft oder Medizin. Darüber hinaus blieben viele ausländische Einkünfte steuerfrei, solange sie im Herkunftsland besteuert wurden. Auch eine pauschale Steuer von 10 % auf Renteneinkünfte war für viele Personen ein entscheidender Vorteil.
Wer profitiert von den NHR-Vorteilen?
- Personen, die ihren NHR-Status vor 2024 beantragt haben
- Ausländer mit hohen Auslandseinkünften, wie z. B. Pensionen
- Fachkräfte in hochqualifizierten Berufen (z. B. Wissenschaft, IT, Medizin)
- Unternehmer mit spezifischen Einkünften aus bestimmten Branchen
Voraussetzungen und Beantragungsprozess
Die Beantragung des NHR-Status verlief relativ unkompliziert. Voraussetzung war, dass die Person in Portugal steuerlich ansässig wurde und in den letzten fünf Jahren keinen Wohnsitz in Portugal hatte. Der Antrag wurde beim portugiesischen Finanzamt gestellt, wobei die Unterstützung eines lokalen Steuerexperten hilfreich war.
Heute bleibt das Programm für alle bestehen, die es vor 2024 beantragt haben. Neuinteressierte müssen jedoch ohne diesen Status auskommen, können aber andere steuerliche Vorteile Portugals nutzen, insbesondere durch Doppelbesteuerungsabkommen und moderate lokale Steuern wie die IMI.
FAQ – häufig gestellte Fragen
Kann ich in Deutschland und in Portugal gemeldet sein?
Es ist möglich, sowohl in Deutschland als auch in Portugal gemeldet zu sein. Allerdings kann dies steuerliche Konsequenzen haben, da beide Länder die Ansässigkeit prüfen, um festzustellen, welches Land primär besteuern darf. Dank des Doppelbesteuerungsabkommens werden Doppelbesteuerungen jedoch vermieden. Wichtig ist, die Regeln zur Hauptwohnsitzregelung und den Lebensmittelpunkt zu beachten.
Hat Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Portugal?
Ja, Deutschland und Portugal haben ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen. Dieses regelt, welches Land für die Besteuerung zuständig ist. So wird vermieden, dass Einkünfte aus der Arbeit, aber auch aus Renten, Kapitalanlagen oder Mieteinnahmen doppelt besteuert werden. Zum Beispiel werden Renten oder Mieteinnahmen je nach Art der Einkünfte und Ansässigkeit entweder in Portugal oder Deutschland versteuert.
Wie lange darf man als Deutscher in Portugal leben?
Deutsche Staatsangehörige können sich als EU-Bürger ohne Einschränkung in Portugal aufhalten. Ein Aufenthalt von mehr als 90 Tagen erfordert jedoch eine Registrierung bei den lokalen Behörden. Für längere Aufenthalte oder eine Wohnsitzaufnahme sollten steuerliche und rechtliche Fragen frühzeitig geklärt werden.
Fazit: Warum ein Zweitwohnsitz in Portugal eine kluge Wahl bleibt
Ein Zweitwohnsitz in Portugal ist nicht einfach nur ein Feriendomizil, sondern eine durchdachte Investition in Lebensqualität, finanzielle Stabilität und persönliche Freiheit. Eine Immobilie als Kapitalanlage lohnt sich: Trotz der jüngsten steuerlichen Anpassungen, wie der Abschaffung des Non-Habitual-Resident-Programms (NHR) für neue Antragsteller, bleibt das Land mit seinen moderaten Steuern und attraktiven (Immobilien-)Preisen ein Favorit unter europäischen Investitionszielen. Portugal überzeugt durch seine vielseitige Landschaft, das milde Klima und die herzliche Kultur der Portugiesen, die es nicht nur für Urlauber, sondern auch für Ruheständler und Langzeitaufenthalte ideal machen.
Wichtig ist, sich mit den steuerlichen Verpflichtungen vertraut zu machen. Die kommunale Grundsteuer (IMI), die Stempelsteuer und mögliche Kapitalertragssteuern sollten von Anfang an eingeplant werden, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Beim Immobilienkauf unterstützt die HAMBURGER HYPO mit der passenden Finanzierung.
Für uns ist es eindeutig: Portugal bleibt ein erstklassiges Ziel – für Investoren, Ruheständler und alle anderen, die von einem Zuhause in der Sonne träumen.